Willem F.A.I. Vaarzon Morel ist der Stammvater der Künstlerfamilie Vaarzon Morel, die sich über drei Generationen erstreckt und deren Mitglieder größtenteils zeitweise in Zeeland lebten. Sein Sohn und Enkel, beide ebenfalls Willem, machten sich ebenfalls als Maler einen Namen, und sein Enkel Eric ist der bekannte Flamenco-Gitarrist. Vaarzon Morel bewunderte George Hendrik Breitner, den er von der Rijksakademie kannte. Er entwickelte sich jedoch nicht zu einem typischen Maler der Amsterdamer Schule, sondern zu einem Impressionisten mit einem unverwechselbaren Umgang mit Farbe und Pinselstrich. In dieser Hinsicht steht er, ähnlich wie Isaac Israels, dem Postimpressionismus nahe. Seine Farbpalette, die hauptsächlich aus Pastelltönen besteht, wirkt eher französisch als niederländisch. Mit leichten, teils fast pointillistischen Pinselstrichen und heiteren Farben malte er Landschaften, Strandszenen, Pferde und Blumen. Darüber hinaus schuf er Illustrationen und Plakate. Wie Israëls war auch Vaarzon Morel international orientiert und bereiste ausgiebig, unter anderem Frankreich, Italien und England. Während seiner Reisen wurde er in Bezug auf Themen, Stil und Farbwahl deutlich von ausländischen Malern beeinflusst. Jahrmärkte, Interieurs von Modehäusern und flanierende Damen wurden zunehmend zu seinen bevorzugten Motiven und verliehen seinem Werk einen leichten, raffinierten und erzählerischen Charakter.